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Corona macht uns asozial

Aktualisiert: Sept 21

Mittlerweile ist das Virus ein Teil unseres täglichen Lebens. An einigen Orten in der Gesellschaft funktioniert das Leben damit aber ziemlich schlecht. Wenn die Mimik entscheidend ist.

Das der Mensch ein soziales Wesen ist, ist ja weithin bekannt. Welche wichtige Rolle jedoch die Mimik in diesem sozialen Leben ist, haben die meisten Leute erst in den vergangenen Wochen und Monaten gemerkt.

An Events, bei welchen das Socialising im Vordergrund steht, haben momentan einen schweren Stand. Durch den Zwang eine Maske tragen zu müssen, gehen viele Komponenten verloren. Man sieht nicht, wie der Gesprächspartner auf sein Verhalten reagiert. Bei guten Freunden mag man das ja noch an den Augen erkennen. Wenn man aber mit einem potenziellen Geschäftspartner zum ersten Mal spricht, ist dies schwieriger. Auch fehlt ganz einfach die Privatsphäre. Dies kommt daher, dass die Masken das gesagte dämmen und man somit lauter sprechen muss und auch durch das Social Distancing, sind Unterhaltungen zu zweit in einem grösseren Raum fast nicht möglich.

Das gleiche ist auch an den Universitäten beobachtbar. Als ich nach etlichen Monaten endlich wieder in eine Vorlesung gehen konnte, war ich eigentlich ziemlich erfreut. Die Freude war jedoch schnell vorbei. Es darf nur jeder zweite Stuhl benutzt werden und auch während dem Unterricht herrscht eine Maskenpflicht. Alles nachvollziehbare Massnahmen, aber es führt zu komischen Situationen. Wenn man vor dem Unterricht sich mit seinem Sitznachbar unterhalten will, braucht dies wegen den Masken und dem Abstand immer so eine Lautstärke, dass man das Gefühl hat, der ganze Raum hört einem zu.


Auch bei Liebespaaren stellt die Maske eine Hürde dar. Klar ist es diskutierbar, ob man seine Liebe in Bereichen ausleben muss, wo eine Maskenpflicht ist. Ein Küsschen auf die Wange der geliebten Person, ist jedoch auch in der Öffentlichkeit angebracht. Auf dieses muss Momentan verzichtet werden, oder man muss sich vorher die Maske weg ziehen, was dieser Geste aber jede Spontanität und somit auch ihren Zauber nimmt.


Gute Beispiele sind aber auch viel alltäglicher auffindbar. Jede Begrüssung wird mittlerweile auf das Minimum an Körperlichkeit reduziert. Welche Auswirkung dies auf einige Personen und auf die Gesellschaft als ganzes hat, wird die Wissenschaft in den nächsten Jahren aufzeigen.

Natürlich sind diese Beispiele meckern auf einem hohen Niveau, aber sie zeigen, der Weg zur Normalität wird noch ein langer.

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