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Generisches Maskulinum vs. Gendersternchen

Aktualisiert: Sept 4

Die gendergerechte Sprache ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und auch etliche Universitäten und andere Regierungsbetriebe müssen der Vorgabe von oben gerecht werden. Gibt es wirklich keine bessere Alternative als das Gendersternchen.


Meiner Meinung sind sich (fast) alle einig, dass die gendergerechte Sprache unschön aussieht und den Lesefluss mindert. Deshalb gibt es auch so viele Variationen: Leser_innen,Leser*innen, Leser/innen...

Und auch bei der Aussprache gibt es noch Unklarheiten wie man das denn nun genau ausspricht.

Die Gendersprache kämpft also mit einigen Problemen, doch braucht es diese überhaupt?


Vielleicht habt ihr es schon in anderen Artikeln gemerkt, ich verzichte vollständig auf das gendergerechte Schreiben im engeren Sinne. Wenn man es jedoch genauer anschaut, schreibe ich gendergerecht, denn ich benutze das generische Maskulinum. Das ist die Benutzung der grammatisch männliche Form in einem generischen Sinn. Das bedeutet, das natürliche Geschlecht ist unbekannt oder nicht von Bedeutung. Somit ist, wenn ich Leser schreibe, das geschlechterunspezifisch und es sind männliche und weibliche Leser gemeint.


Das Argument, dass es aussieht wie die männliche Form ist keine gutes. Wie ein Wort aussieht ist eigentlich relativ egal, es kommt auf dessen Bedeutung an. Sonst könnte ich auch sagen, dass Leser*innen aussieht wie die weibliche Form und ich mich als Mann nicht einbezogen fühle. Wenn Frauen also sagen, dass das generische Maskulinum ihr Geschlecht benachteiligt, ist dies einfach falsch.


Das Unverständnis über das generische Maskulinum führt teilweise zu sehr komischen Inhalten. Zeitungen probieren die Artikel leserlich zu halten, in dem sie bei Aufzählungen zwischen der männlichen und weiblichen Form abwechseln. Z.B. Dies betrifft alle Lehrer, Ärztinnen und Mechaniker. Dies ist jedoch völliger Blödsinn, das so bei den Mechaniker und Lehrer beide Geschlechter betrifft, aber die männliche Ärzte nicht. Das ist ganz bestimmt inhaltlich nicht das, was vermittelt werden sollte.

Apropos männliche Ärzte. Wenn es nach der gendergerechten Sprache geht, ist dies überhaupt nicht notwendig. Da Ärzte nach der Gendersprache ja nur die Männer betrifft. Trotzdem sieht man es sehr häufig in gendergerechten Artikeln und sieht, dass auch in der Weltansicht solcher Schreiber, Ärzte eigentlich Frauen und Männer anspricht.


Auch beim Wort "Flüchtlinge" wird es für die Gendersprache problematisch. Dieses sieht männlich aus, aber eine weibliche Form ist nicht vorhanden. Deshalb wird meistens (inkonsequenterweise) das maskulin anmutende "Flüchtlinge" gewählt, da es natürlicher wirkt als das genderkonforme Wort "Geflüchtete".

Vielen Dank liebe Leser fürs Lesen, benutzt fleissig das generische Maskulinum und steht für Vernunft ein.

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