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Mindfuck-Filme - Top 5

Die meisten Leute werden gerne überrascht. In den folgenden Filmen passieren Dinge, mit denen niemand rechnet. Die Rangierung ist eine Mischung daraus wie stark mich der Plot Twist überrascht hat und wie gut mir der Film allgemein gefällt. Ich werde versuchen möglichst nicht zu spoilern, bei Film-Kritiken ist dies jedoch immer schwierig. Wenn du also einen Film auf der Liste sowieso schauen willst, schaue ihn an, bevor du weiterliest.


1. Shutter Island (2010)


Ich gestehe euch ganz ehrlich, ich bin selbst kein grosser Fan von Leonardo Di Caprio. Doch dieser Film hat mich sprachloch gelassen. Die Wendung hat mich aber so kalt erwischt und ist so clever unauffällig im gesamten Film eingebaut, dass ich nach dem ersten Mal schauen den Film direkt noch einmal geschaut habe.

Die Romanverfilmung von Martin Scorsese aus dem Jahre 2003 kommt in einem düsteren Look daher. Edward Daniels (Leonardo Di Caprio), der US-Marshal wird auf eine Insel geschickt, welche nur ein Gefängnis für psychisch kranke Schwerverbrecher hat. Eine Gefangene wird vermisst. Dass auf der Insel nicht alles mit rechten Dingen merkt man schnell. Der Film überzeugt mit einer spannenden und düsteren Atmosphäre und ist für alle Krimiliebhaber empfehlenswert.

Was den Film aber auszeichnet ist der Twist am Ende. Auch das Internet scheint begeistert und es wird in Foren diskutiert, wie man das Ende deutet. Ich empfehle darin zu stöbern, bevor man den Film zum zweiten mal schaut, da der Film so noch genialer wird und man sich frägt, wie man gewisse Dinge nicht merken konnte.


2. Who Am I – Kein System ist sicher (2014)


Der einzig deutsche Film auf der Liste ist ein echter Leckerbissen. Der Film beginnt mit der Befragung durch Interpol des Hackers Benjamin (Tom Schilling). Im Verhör erzählt er dann die Geschichte seiner Verbrechen. Der schizophrene Benjamin ist ein Computergenie und hat sich schon früh, aufgrund von mangelndem Verständnis in der echten Welt, an den Computer gefesselt.

Der Film ist ein cleverer Verbrecherthriller, welcher aber erst durch den doppelten Plot Twist am Ende so hoch auf der Liste ist. Als man gerade erst, den ersten Verarbeitet hat und denkt man versteht nun alles, geschieht der zweite, welcher die Hauptfigur nochmals in einem neuen und noch genialeren Licht darstellt und seine Verbrechen und sein Plan noch perfekter machen.

Der Film ist ein guter Hackerfilm, für Leute die sich mit einer sehr simplifizierten Darstellung von Hacken kein Problem haben. Das Highlight kommt leider erst in den letzten Szenen des Films, dafür aber umso überraschender und besser.


3. Fight Club (1999)

Die Romanverfilmung aus dem Jahre 1999 ist ein echter Klassiker und bei weitem kein Geheimtipp. Tyler Durden (Brad Pitt und der Protagonist (Edwart Norton) lernen sich auf einer Dienstreise zufällig kennen. Diese völlig unterschiedlichen Charaktere gründen daraufhin einen Club, bei welchem zwei Leute des Clubs gegeneinander kämpfen, um die menschlichen Triebe nach Blut und Aggressionsbewältigung zu befriedigen. Die Idee zum Roman soll Chick Palahniuk gekommen sein, als er eines Morgens in seine Firma kam mit einem blauen Auge und alle anderen Mitarbeiter zu viel Angst hatten ihn zu fragen, woher er das hat.

Der Klassiker der Mindfuck-Filme überzeugt mit einem spannenden Drehbuch und den schauspielerischen Topleistungen der Hauptakteure. Ausserdem war es wohl einer der ersten Filme mit einem so genialen Twist. Auch die Idee selbst eines Fight-Clubs hat zumindest für mich einen bestimmten Reiz. Und obwohl die ersten Regeln des Fightclubs seine Geheimhaltung gewähren soll, habe wir alle schon von dem Film gehört, und das ist auch gut so.


1. Regel: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club.
2. Regel: Ihr verliert KEIN WORT über den Fight Club.
3. Regel: Wenn jemand Stop ruft, schlappmacht, abklopft, ist der Kampf vorbei.
4. Regel: Es kämpfen jeweils nur 2.
5. Regel: Nur ein Kampf auf einmal.
6. Regel: Keine Hemden, keine Schuhe.
7. Regel: Die Kämpfe dauern genau solange, wie sie dauern müssen.
8. und letzte Regel: Wer neu ist im Fight Club, muß kämpfen."


4. Gone Girl

Dieser Film war so gut, dass ich direkt danach noch das Buch gelesen habe, welches sogar noch besser ist. Seit dem Film Good Will Hunting bin ich ein heimlicher Fan von Ben Affleck. Auch in der Rolle des Nick Dunne macht er eine gute Figur. Teile des Filmes verachtet man ihn auch, doch wartet mit eurem endgültigen Urteil. Denn auch dieser Film hat einige unerwartete Twists.

Es beginnt alles damit, dass Nick am Hochzeitstag nach Hause kommt seine Frau verschwunden ist und im Haus Zeichen eines Kampfes zu sehen sind. Auf der Suche nach seiner vermissten Frau beginnt die Reise in die Vergangenheit des Paares: Vom absoluten Traumpaar über Beziehungsprobleme bis hin zum Verschwinden der Frau. Während des Filmes kommen immer neue Details zum Vorschein und Nick gerät selber ins Visier der Ermittler.

Etwa in der Mitte des Filmes kommt überraschende Plottwist, welcher aber erst der Startpunkt eines spannenden Psycho-Thrillers einläutet.



5. Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen

Der Film beginnt mit einem Selbstmordversuch von Emily (Rooney Mara). Da sie aber für Ihren frisch aus der Haft entlassenen Ehemann (Channing Tatum) zuhause sein will wird sie mit einem Antidepressiva nach Hause entlassen. Nach einer kurzen und erfolglosen Behandlung bekommt sie von Ihrem behandelnden Arzt ein neues experimentelleres Medikament verschrieben. Nach anfänglich positiven Wirkungen beginnen sich aber auch Nebenwirkungen zu zeigen. Emily beginnt zu Schlafwandeln: Zu was Sie in diesem Zustand fähig ist, hätte aber niemand gerechnet. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen Patientin und Arzt.

Während der Laufzeit ändert sich für den Zuschauer die Wahrnehmung der Protagonisten einige Male um 90 Grad und man weiss nicht wirklich wer Schuld an der ganzen Misere hat. Der Film ist ein spannender Thriller welcher Fragen zu den Themen Medikamentenmissbrauch, die Macht des Arztes und Schuldfähigkeit unter Medikamenteneinfluss behandelt.


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